Grün in der Stadt ein Symbol für Leben. „Bäume und Pflanzen lassen Städte atmen“.

BN plädiert für den Erhalt der Marktplatzbäume
„Ein Kahlschlag wäre absurd“

Wunsiedel. In die Diskussion um die künftige Marktplatzgestaltung hat sich nun auch der Bund Naturschutz eingeschaltet.

In einer Presseerklärung melden sich BN-Kreisvorsitzender Fred Terporten-Löhner und Ortsvorsitzender Gunter Faßbinder zu Wort. „Wir sind klar für den Erhalt der schönen Kastanien auf dem Wunsiedler Marktplatz. Ein Kahlschlag wäre doch absurd.“

Gerade jetzt im Sommer, wo die Kastanien angenehmen Schatten spenden, müsse doch jedem Bürger der Wert von Bäumen in der Stadt bewusst werden. Für den Bund Naturschutz sei Grün in der Stadt ein Symbol für Leben an sich. „Bäume und Pflanzen lassen Städte atmen“, verdeutlichen Terporten-Löhner und Faßbinder und weisen auf die klimaökologischen Wohlfahrtswirkungen von Stadtbäumen hin. Denn sie verbessern die Luft durch Staubfilterung, Verdunstung und Sauerstoffproduktion. „Soll die gute Stube der Stadt ein lebendiger Organismus sein, oder eine leblose Steinwüste?“, laute hier die Frage. Das sollten sich die verantwortlichen Stadträte noch einmal gründlich überlegen, appelliert der Bund Naturschutz. Dennoch geben sich Fred Terporten-Löhner und Gunter Faßbinder auch kompromissbereit. „Wenn man sich auf ein Gestaltungskonzept mit mehr offenen Räumen verständigt, dann könnte die eine oder andere Kastanie auch gefällt werden“. Der BN appelliert an die Wunsiedler Bürgerinnen und Bürger, sich an dem Workshop am 10. Juli engagiert zu beteiligen. Denn leider habe man schon oft die Erfahrung machen müssen, dass die Leute erst dann Planungen realisieren, wenn die Bauarbeiter mit Motorsägen anrücken oder die Bäume bereits gefällt sind.