Schneeberg muss Ruhezone bleiben

Der Schneeberg, mit 1051 Metern NN der höchste Berg Frankens, von Vordorf aus
BN-Aktion „Schneeberg Ruhezone“ am 1. Mai 1993.

Der Bund Naturschutz schlägt Alarm:

Eine Verkaufsanzeige im Bundesanzeiger hat den Bund Naturschutz in Alarmbereitschaft versetzt.

Der Gipfel des Schneebergs, das Dach Frankens, soll meistbietend verkauft werden.

Der Bund Naturschutz hat daraufhin sofort die Öffentlichkeit informiert. 

Wir sind in großer Sorge, dass das 12.700 Quadratmeter große Areal in die falschen Hände gelangen könnte.

Wir wollen keinen Rummel auf dem höchsten Berg unserer Heimat“, fordert der BN. Denn der Schneeberg ist bereits Naturschutzgebiet, FFH-Gebiet und Auerhuhn-Schutzgebiet.

Der Bund Naturschutz fordert die Bundesvermögensverwaltung auf, das Gebiet nicht meistbietend zu verkaufen, sondern nach §2 Abs.2 des Bundesnaturschutzgesetzes seiner Verpflichtung zum Schutz der Natur nachzukommen und das Gebiet zurückbauen und renaturieren. Damit werde der hohen Qualität des Naturparks Fichtelgebirge nachhaltig Rechnung getragen.

Bereits vor 20 Jahren hat der BN bei seiner traditionellen Waldbegehung gefordert, dass der Schneeberg Ruhezone bleiben solle. Es sei ein gesellschaftlicher Konsens im Fichtelgebirge, dass der Ochsenkopf als „Eventberg“ intensiv touristisch genutzt werde, während der Schneeberg der Natur und den Wanderern vorbehalten ist.

Die alten Militäranlagen ...
... auf dem Schneeberggipfel
Übersichtskarte (aus einer Info-Tafel des Naturparks Fichtelgebirge
Ein bizzarres Nebeneinander: Schneebergturm und Aussichtspunkt "Backöfele" des FGV