Fichtelgebirge - eine Region bricht auf

  • Für eine Neubesinnung auf den gewachsenen Begriff Fichtelgebirge.
  • Für eine positive Aufbruchstimmung.
  • Für eine bessere Identifikation mit der Fichtelgebirgsheimat.
  • Für mehr Selbstbewusstsein und Stolz auf die Heimat.
  • Für mehr regionale Wertschöpfung.
  • Die Stärken unserer Region besser in Szene setzen.

So will der Bund Naturschutz die Heimat mitgestalten. Auf dieser Basis haben BN-Kreisvorsitzender Fred Terporten-Löhner und Geschäftsführer Karl Paulus einige Visionen skizziert.

Blick über das obere Röslautal zum Kösseinestock

Tourismus

Mit  vereinten Kräften für das Fichtelgebirge als Ganzes werben.
Das Fichtelgebirge als Markenzeichen.
Aufgrund unserer Naturausstattung können wir locker mit dem Bayerischen Wald mithalten. Neben der Natur und Landschaft: Porzellan als Alleinstellungsmerkmal. Ausbau weiterer familienfreundlicher Radwege (ähnlich Radweg Tröstau-Asch). Neben der Orientierung an jungen Familien könnte man auch eine spezielle Ausrichtung auf Senioren andenken (Erlebnisgaststätten, Wohlfühl-  einrichtungen, Elektrofahrradverleih etc.).

Gastronomie, Ernährung, Handwerk, Handel

Entwicklung einer Qualitätsmarke Fichtelgebirge. Das beginnt schon beim Essen. Der Gast fragt zunehmend nach regionalen Produkten. Die Nachfrage nach regionalen Produkten fördert die regionale Wertschöpfung und stärkt die Heimat.

 Wirtschaft

Symbiose  unserer gut aufgestellten, mittelständischen Industriebetriebe und hoher naturräumlicher Qualität („Hightech im Grünen“). Das ist ein Qualitätsmerkmal des Fichtelgebirges. Kein weiteres Ausbluten unserer Region, so wie es der sogenannte Zukunftsrat hinnehmen will, sondern Stärkung des ländlichen Raumes.

Energie

Umsetzung alternativer Energiekonzepte auf lokaler und regionaler Ebene unter Berücksichtigung der drei E's: Erneuerbare Energien, Energieeinsparung und Energieeffizienz. Aufbruch in die Energiewende, weg von der gefährlichen Atomenergie. Entwicklung weiterer Leuchttürme wie das Biomasseheizwerk Wunsiedel. Die Idee, den ehemaligen Kraftwerkstandort Arzberg zu einem Zentrum für regenerative Energien zu entwickeln, auch um Energiespeicherformen zu erforschen, wird sehr begrüßt. Ausbau der Windenergie in Form von Windparks auf gut abgestimmten und naturschutzfachlich abgeprüften Standorten , damit die Qualität des Naturparks Fichtelgebirge nicht nachhaltig gestört wird.

Aus diesem Grund steht der BN einem Pumpspeicherwerk als Stromspeicher im Kösseinemassiv ablehnend gegenüber. Alternative Möglichkeiten der Stromspeicherung wie z.B. die elektrolytische Herstellung von Wasserstoff sind in die Überlegungen einzubeziehen. Der Landkreis Wunsiedel bietet sich auch als Modellregion an, um die Mobilität mit elektrisch betriebenen Fahrzeugen in ländlichen Regionen zu testen. Auch dies wäre eine Möglichkeit Energie zu speichern.

Landwirtschaft und Naturschutz

Erhalt der bäuerlichen Landwirtschaft. Keine Agrarfabriken und keine Industrialisierung der Landwirtschaft im Fichtelgebirge. Umsetzung von Beweidungskonzepten und Extensivierung der Landnutzung. Dadurch Förderung der Biodiversität und der landschaftlichen Attraktivität für den Tourismus. Biogasanlagen nur mit abgestimmten Abwärmekonzepten. Eine flächenmäßige Selbstbeschränkung bei der Ausweitung von Maiskulturen zur Beschickung der Biogasanlagen wäre sinnvoll.

„Ein einzigartiger Natur- und Erholungsraum und aufgrund der Hufeisenform mit hervorragender regionaler Identität“

Aus der spezifischen Sichtweise des Bundes Naturschutz als Naturschutzverband stellt das Fichtelgebirge etwas ganz Besonders dar. Das Hufeisen als Glückssymbol für eine neuen Aufbruch?

Für Naturkenner ist das Fichtelgebirge zugleich auch „Drehscheibe des europäischen Artenschutzes“. Im granitenen Hufeisen gibt es noch hochattraktive, vom Aussterben bedrohte Tierarten wie Luchs, Fischotter, Wildkatze, Auerhuhn, Schwarzstorch, Eisvogel und Weißstorch. „Da müssen wir Fichtelgebirgler doch marketingmäßig mehr daraus machen“.