Wir haben es satt - Nein zu Gentechnik, Tierfabriken und Dumpingexporten

Eine starke Delegation und entschlossen dazu

Unter dem Motto "Wir haben es satt – Nein zu Gentechnik, Tierfabriken und Dumpingexporten" haben am vergangenen Samstag in Berlin 22.000 Teilnehmer für eine grundlegende Reform der Agrarpolitik und gegen den Einsatz von durch gentechnisch veränderten Organismen in der Landwirtschaft demonstriert. Die Kreisgruppen Bayreuth, Hof, Tirschenreuth und Wunsiedel des Bund Naturschutz und der Bioland Verband waren mit mehr als 100 Naturschützern und Landwirten in Berlin, um für eine gentechnikfreie Landwirtschaft zu demonstrieren. Bei der bislang größten Demonstration dieser Art zogen Bauern, Umweltschützer, Imker und Verbraucher gemeinsam vom Berliner Hauptbahnhof zur Abschlusskundgebung am Brandenburger Tor. Mit 60 Bussen, Zügen und über 70 Traktoren waren Tausende Menschen aus dem ganzen Bundesgebiet zu der Demonstration angereist. Getragen wurde die Veranstaltung von mehr als 120 Bauern- und Umweltverbänden, Bürgerinitiativen gegen Massentierhaltung und Gentechnik. Anlass der Demonstration ist die von der Bundesregierung ausgerichtete Agrarwirtschaftskonferenz, die auf der "Grünen Woche" in Berlin stattfindet.

Auf der Abschlusskundgebung am Brandenburger Tor wurde als Konsequenz aus dem Dioxin- und anderen Lebensmittelskandalen gefordert, Bundesregierung und EU sollten statt Agrarfabriken die bäuerliche Landwirtschaft fördern. "Diese Berliner Kundgebung ist nur der Auftakt zahlreicher weiterer Aktionen", sagte der BN-Vorsitzende Prof. Dr. Hubert Weiger in seiner Rede. "Die Bundesregierung muss endlich begreifen, dass sie bei Fortsetzung ihrer Blockadepolitik gegen eine nachhaltige und gerechte Agrarreform in Europa schon beim nächsten Lebensmittelskandal wieder ins Schlingern gerät. Die Gesellschaft fordert die Durchsetzung einer artgerechten Tierhaltung, die Abkehr vom Irrweg der Gentechnik und die Umlenkung der Subventionen weg von der Agrarindustrie hin zur bäuerlichen und ökologischen Landwirtschaft", sagte Weiger.

"Der Einsatz der Agro-Gentechnik in der Landwirtschaft ist der direkte Weg in die Sackgasse für Landwirte und Verbraucher“, mahnt der BN-Kreis- vorsitzende Fred Terporten-Löhner. „Es besteht weder die Notwendigkeit in der Produktion noch die Akzeptanz der Konsumenten für so einen Schritt. Gentechnik in der Landwirtschaft  gehört zu den Dingen, die die Welt nicht braucht.“