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Feuchtgebiete bei Weißenstadt


Lehstenbach Moorwiesen

In unmittelbarer Nähe der Stadt Weißenstadt befinden sich Erholungs- und Feuchtgebiete von großem Wert. 

Die wenigen verbliebenen Feuchtgebiete stellen wichtige Wasserspeicher dar und bereichern die Erholungslandschaft rund um Weißenstadt. Es handelt sich um zentrale Brutgebiete im Fichtelgebirge, wie zum Beispiel für die Wiesenbrüter Braunkehlchen und Wiesenpieper.


Biotopbeschreibung / Pflanzengesellschaften - Lehstenbach Moorwiesen

Gut entwickelte bodensaure Moorwiesen am Lehstenbach.

Ausgedehnte feuchte Borstgrasrasen(Juncetum squarrosi), die mit Kleinseggenwiesen(Caricetum fuscae) und Fadenbinsen-Nasswiesen(Juncetum filiformis) kleinräumig verzahnt sind. Zum Teil auch Übergänge in sattgrüne Binsenwiesen, die von der Spitzblütigen Binse bestimmt werden (Juncetum acutiflori).

Kleinflächig sind auch Knöterich-Feuchtwiesen(Polygonum bistorta – Gesellschaft) und Gilbweiderich-Hochstaudenfluren ausgebildet.

Auf der Ostseite am Lehstenbach befindet sich ein Feuchtwald mit vorherrschender Schwarzerle.

In den Borstgraswiesen steht auffällig viel Pfeifengras (Molina caerulea).

Die Moorwiesen konnten vom BN 1984/1985 gerade noch vor der drohenden Drainung im Zuge der Flurbereinigung erworben werden.

Wiesenbrüter finden hier reichlich Nistplätze.

Braunkehlchen
Wiesenpieper
Wiesenpieper

Feuchtwiese Lehstenbach


Biotopbeschreibung / Pflanzengesellschaften - Feuchtwiese Lehstenbach

Artenreiche Feuchtwiese, die sich an die Lehstenbachmoorwiesen anschließt.

Es dominieren Fadenbinsen-Nasswiesen(Juncetum filiformis) und Torfbinsenrasen (Juncetum squarrosi), die auf erhöhten Standorten in eine magere Rotschwingel-Rotstraußgraswiese(Festuca rubra - Agrostis capillaris Gesellschaft) übergehen.

Dazwischen befindet sich jeweils ein Nassbereich mit Dominanzbildung der Spitzblütigen Binse (Juncus acutiflorus) und der Waldsimse (Scirpus sylvaticus).


Feuchtbrache Siegen


Biotopbeschreibung / Pflanzengesellschaften - Feuchtbrache Siegen

Feuchtbrache mit Verbuschungen an einem flach geneigten Südhang im Norden von Weißenstadt. Das Biotop konnte1985 gerade noch vor Drainmaßnahmen der Flurbereinigung im Gründlandkomplex der `Siegen´ erworben werden.

Das brachliegende Feuchtgebiet weist verschiedene Wiesenverwilderungs-stadien auf.

Zum Teil sind bereits flächige Gebüsche mit Himbeere, Salweide, Schlehe, Ohrweide u.a. entwickelt. Bemerkenswert ist ein größerer Schilfbestand (Phragmitetum australis) im oberen Bereich der  Brache, von üppig wuchernder Zaunwinde durchrankt.

Darunter schließen sich feuchte Hochstaudenfluren (mit Mädesüß, Gilbweiderich, Alantdistel), Waldsimsenfazies (Scirpetum sylvatici), bultige Kleinseggenriede(Caricetum fuscae) sowie Vergrasungen mit Seegras und Rasenschmiele an.

An der Südgrenze wurde 1985 ein Tümpel angelegt, der inzwischen mit Gehölzen eingewachsen ist.


Feuchtbrache Zigeunermühle


Biotopbeschreibung / Pflanzengesellschaften - Feuchtbrache Zigeunermühle

Artenarme Feuchtbrache.

Bananenförmige, brachliegende Feuchtfläche an der ehemaligen Bahnstrecke im Feuchtgebietskomplex Zigeunermühle nördlich Weißenstadt.

Dominanzbestände von Wiesenknöterich(Polygonum bistorta) und Rasenschmiele(Deschampsia cespitosa), die in einer feuchten Mulde in einen Braunsegggensumpf(Caricetum fuscae) und ein Schnabelseggenried(Caricetum rostratae mit üppig Comarum palustre) übergehen.

Faziell sind auch feuchte Hochsstaudenfluren mit Mädesüß (Filipendula ulmaria) und dem Rauhhaarigen Weidenröschen (Epilobium hirsutum) entwickelt, welches im angrenzenden Komplex üppige Bestände bildet.