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Neudeser Teich

Zustand im Jahr 2007

In den Egerauen bei Neudes wurden rund 500 qm neue Flachwasser- und Verlandungszonen, sowie zwei Inseln geschaffen. Das Herzstück ist eine große Kiesinsel mit einer Länge von 90 Metern.

Die vielfältigen Inselzonen entwickeln das Teichbiotop als Brutgebiet für seltene Vogelarten und Trittstein für Zugvögel, so z. B. für Flussregenpfeifer, Flussuferläufer, Bruchwasserläufer und Watvögel. Es dient als Nahrungsgebiet für Weiß- und Schwarzstorch und den Graureiher.


Biotopbeschreibung / Pflanzengesellschaften

Großer Biotopteich mit ausgedehnten Flachwasserbereichen, Inseln und naturnahen Uferzonen; 2004 im Zuge eines ABSP-Projekts gestaltet.

Die 2-15 m breiten Flachwasserzonen auf der Nord- und Ostseite werden von Flutsüßgras-Kleinröhrichten (Sparganio-Glycerion) mit üppig Uferwolfstrapp und Teichschachtelhalm besiedelt, verzahnt mit Glanzgras-Röhrichten und Fazies der Sumpfbinse (Eleocharis palustris) und der Blasensegge (Carex versicaria).

An mehreren Stellen sind Lockerschilfbestände (Phragmites australis) ausgebildet, am Nordufer auch fazielle Kalmus-Röhrichte. Am Südostufer stehen Großseggenriede (Caricetum rostratae), während am langen Westufer Glanzgras-Röhrichte dominieren.

Der Teichdamm auf  der Westseite wurde 2010 wegen einer herein- gebrochenen Bruchweide nur zur Hälfte gemäht.

Im Herbst 2010 ist eine weitere Gestaltungsmaßnahme durchgeführt worden (Optimierung von Inselzonen für die Avifauna).


Rückblick in die Entwicklung des Teiches

Ankauf 2002, Neugestaltung 2003,
vorbereitet zur Aufnahme von Dauerbewohnern und Zugvögeln.

2007 war von den Eingriffen nichts mehr zu sehen
und das "Angebot des BN" ist von zahlreichen Tier- und Pflanzenarten angenommen worden.


Bewohner und Gäste,

der Teiche am Egersteig haben ihren Lebensraum ausgeweitet und als besonderes geschätzter "Bewohner" ist der
Eisvogel hier heimisch geworden.


Biotoppflege am und im Wasser

Fische im Weiher be-/verhindern den Pflanzenwuchs und damit gleichzeitig die Artenvielfalt. Kleintiere können sich nur sehr schwer oder gar nicht entwickeln. Nahrungsmangel für die sichtbaren Bewohner, wie Brut- und Zugvögel, ist die Folge.

Der Neudeser Weiher liegt im Überschwemmungsgebiet der Eger, sodass sich der Fischbesatz bei Hochwasser und über Zu- und Abläufe immer wieder erhöht. Die Naturschützer greifen ein und "befreien" den Weiher von überflüssigem Fischbestand.