MenuKreisgruppe WunsiedelBUND Naturschutz in Bayern e. V.

Egerteiche südlich Marktleuthen

Im Jahr 2013: Zu Tausenden erstrahlt dort die Gelbe Teichrose (Mummel)

Die Egerteiche des Bund Naturschutz stellen wahre Schatzkästlein für unsere Heimatnatur dar. Die Gesamtfläche der Teichbiotope beträgt 6,3 Hektar. Sie sind wichtige Nahrungsbiotope für Weißstörche, Schwarzstörche und Graureiher. Auf großen Flächen breiten sich im Sommer die Schwimmblattdecken der Gelben Teichrose (Mummel) aus. An den Teichufern blüht die prächtige Himmelsleiter (Polemonium coeruleum), ein Eiszeitrelikt.
Die Ortsgruppe Röslau
ist als Sachverwalter vor Ort in vielfältiger Weise aktiv.

Übersicht in der "kalten" Jahreszeit
Detailaufnahme der Gelbe Teichrose

Biotopbeschreibung / Pflanzengesellschaften

Das knapp 3 Hektar große Teichbiotop entstand durch die Umgestaltung ehemaliger Fischteiche 1984 und 1994.

Die naturnahen Uferzonen und Flachwasserbereiche werden von Hochstaudenfluren und Röhrichten besiedelt, die von Weidengebüschen und einzelnen Eichen durchsetzt sind (auf der Südseite Sukzession mit Schwarzerlen und Birken).

Auf den wechselfeuchten Dämmen dominieren Glanzgras-Röhrichte mit wechselnden Anteilen von Großer Brennnessel, Gilbweiderich, Giersch, Mädesüß und Himmelsleiter. Seit mehreren Jahren dringt das Indische Springkraut massiv in die Staudenfluren ein.

In den Flachwasserzonen auf der Südseite sind Röhrichte (Phragmites australis, Typha angustifolia) sowie fazielle Großseggenriede(Carex rostrata, Carex vesicaria) entwickelt.

Auf den offenen Wasserflächen breiten sich auf 1 ha Fläche ausgedehnte Schwimmblatt-Teppiche der Gelben Teichrose (Nuphar lutea) aus.


Bewohner und Gäste

Die Egerauen bieten eine Artenvielfalt, wie sie im Fichtelgebirge nur selten zu finden ist.

Biberjunges
Gelbe Teichrose
Gelbe Schwertlilie
Torfmosaikjungfer
Wasserralle
Stockente
Bekassine
Waldwasserläufer
Graureiher
Weißstorch
Schwarzstorch
Himmelsleiter

Nahrungsspender für Mensch und Tier

Im Überschwemmungsgebiet der Eger, direkt am Lauf diese Flusses liegen große Weiherflächen, vernetzt mit Schutzgebieten der Wasserwirtschaftsbehörden und dem großen Neudes Weiher, den die Kreisgruppe ebenfalls pflegt.

Eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt hat sich hier angesiedelt und die Weiher spenden zusätzlich leckere "Ökofische" für das Helferessen beim tradtionellen Jahresabschlussabend der Kreisgruppe.

Einen erfolgreichen Fischzug führte der Bund Naturschutz auch im Jahr 2008 in seinem neuen Teichbiotop bei Neudes durch. Zahlreiche Hechte und Spiegelkarpfen gingen den Naturschützern ins Netz. Anders dagegen war der (Nicht-) Erfolg an den Egerteichen. Ein kapitaler Waller hatte getan, was er tun sollte: Den Fischbestand regulieren. Seine Gefräßigkeit drückte sich im Ergebnis des Fischzuges aus. Wenige große Karpfen, Barsche und Schleien hielten ihm Stand, kleinere Fische wurden seine Opfer.

Das Egertal bei der Neudorfer Mühle, Eingang zu den versteckten Weiherbiotopen.
Der Herrscher des Teichbiotopes, ein kapitaler Waller von 135 cm Länge.
Das Ergebnis diesmal eher kläglich.
mit Keschern auf der Jagd.
Unsere "Fischer" bei ablaufendem Wasser ...
der durch die Mägen der Helfer am Abschlussabend reguliert wird.
für einen verträglichen Fischbestand, ...
Im Herbst sorgen die BN-Aktiven ...
eine Ruhezone für Mensch und Tier.
Abendstimmung, weitgehend ungestört ...
Flachwassergebieten und Kiesinseln.
von der großen Wasserfläche mit ...
Verlandungszone, durch einen Damm getrennt ...
In der Mitte Werner Gebhardt, der erfolgreiche Jäger.