Keine Autobahn durch die Hintertüre auf der B303

Im Rahmen einer Anhörung der Obersten Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern hat unsere Kreisgruppe Einwendungen gegen den geplanten Neubau bzw. vierspurigen Ausbau der B303 zwischen A9 und der tschechischen Grenze erhoben. Dabei nahm man Bezug auf die Veröffentlichung der Obersten Baubehörde vom 16.11.2012 zur Aufstellung des Bundesverkehrswegeplans 2015 (Projektnummern B303-04 und B303-05).

Begründung:

Die B303 ist auf 20.000 Fahrzeuge pro Tag ausgelegt; das tatsächliche Verkehrsaufkommen liegt bei 5.000 Fahrzeugen täglich, Tendenz sinkend.
Ein autobahnähnlicher Ausbau der B303 wie geplant würde zusätzlichen Verkehr anziehen, mit allen negativen Umweltfolgen für den Naturpark und die Tourismusregion Fichtelgebirge.

Der Kreisverband des Bundes Naturschutz begrüßt es sehr, dass der Freistaat Bayern von einer völligen Neutrassierung der B303 auf 40 Km Länge durch den hochwertigen Naturraum Fichtelgebirge („B303 neu“) abgerückt ist, allerdings halten wir es nicht für zielführend, jetzt durch überzogenen Ausbau der B303 quasi eine Autobahn durch die Hintertüre anzustreben.

Allerdings könnten wir uns vorstellen, durch qualifizierte Verbesserungen an der B303 betroffene Orte und Siedlungen besser zu schützen (z.B. Einhausung in Tröstau) und weitere Überholmöglichkeiten zu schaffen (Abschnitt A93 – Schirnding).

In diesem Sinne sollte die Oberste Baubehörde ein Optimierungskonzept der B303 entwickeln anstatt der unrealistischen Ausbaupläne.