Braunkehlchen brüten im Dangesbachtal

Braunkehlchen

Erfreuliche Nachricht: Das vom Aussterben bedrohte Braunkehlchen hat im Dangesbachtal noch mehrere Brutplätze. Karl Paulus, Kreisgeschäftsführer der Kreisgruppe hat den seltenen Wiesenbrüter bei seinen naturkundlichen Streifzügen an insgesamt sieben Stellen festgestellt. Er schätzt den Bestand des Braunkehlchens im Dangesbachtal allein von Pfannenstiel bis Dangesbühl auf vier bis fünf Brutpaare. „Das ist fantastisch, eines der bedeutsamsten Vorkommen im gesamten Fichtelgebirge“, schwärmt Karl Paulus.

Gefährdete Wiesenbrüter

Das Braunkehlchen ist wie alle wiesenbrütenden Vogelarten – dazu gehören auch Wiesenpieper, Bekassine und Brachvogel – in seinem Bestand akut gefährdet. Es überwintert in Afrika südlich der Sahara und kehrt um den 1. Mai in sein Brutgebiet zurück. Der Wiesenvogel bewohnt offenes Feuchtgrünland mit Brachestreifen.  Braunkehlchen fallen durch ihren melodisch-kratzigen Gesang auf, der von hohen Halmen oder Gebüschen aus vorgetragen wird. Auffälliges Merkmal ist die leuchtend orange-braune Brust und Kehle und der weiße Überaugenstreif.

Neben dem Braunkehlchen hat der Bund Naturschutz noch weitere seltene Vogelarten im Dangesbachtal festgestellt. Zum Beispiel den Wiesenpieper und den Rotrückenwürger. Eine weitere Besonderheit ist der Schwarzstorch. Vom Selber Forst her kommend geht der seltene Schreitvogel in dem Wiesental auf Nahrungssuche. Ein herrlicher Anblick.

Entwicklungspotential

Über diese besonderen  Vorkommen „außerordentlich erfreut“ zeigt sich denn auch BN-Kreisvorsitzender Fred Terporten-Löhner. „Es tut besonders gut, dass diese seltenen Vogelarten vor allem dort vorkommen, wo der Bund Naturschutz vor einigen Jahren Wiesen erworben hat, Niederhecken angelegt und den sogenannten "Alten Teich" wiederhergestellt und als Biotopteich gestaltet hat. Fred Terporten-Löhner sieht in dem Wiesental östlich  des Marktes Thierstein noch ein hohes Entwicklungspotential, sowohl für den Artenschutz als auch als Naherholungsgebiet für die Menschen.

Durch weitere Extensivierung von Wiesen über das Vertragsnaturschutzprogramm und die Anlage von Hecken und Gebüschen könnte das Tal ökologisch und touristisch weiter aufgewertet werden.