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Großdemonstration gegen Stromautobahnen

Landwirte, Naturschützer und Verbraucher setzen auf der Hohen Warte bei Thiersheim ein kraftvolles Signal gegen geplante Stromtrassen durch das Fichtelgebirge. Weit schallte der Lärm derTrillerpfeifen und eines Hupkonzerts von dreißig Traktoren vom historischen Berg der Hohen Warte über die Fluren des Fichtelgebirges.

Großdemo gegen HGÜ-Trassen quer durch das Fichtelgebirge

Rund 350 Landwirte, Naturschützer und Verbraucher kamen auf der Hohen Warte zusammen

Großdemo gegen HGÜ-Trassen quer durch das Fichtelgebirge

Dreißig Traktoren sorgten

Großdemo gegen HGÜ-Trassen quer durch das Fichtelgebirge

für eine eindrucksvolle Kulisse

Großdemo gegen HGÜ-Trassen quer durch das Fichtelgebirge

Jörg Marth von der BI Seußen bei der Begrüßung der Teilnehmer

Großdemo gegen HGÜ-Trassen quer durch das Fichtelgebirge

Martin Härtl vom Bayerischen Bauernverband

Großdemo gegen HGÜ-Trassen quer durch das Fichtelgebirge

BN-Kreisvorsitzender Fred Terporten-Löhner in Aktion

11.03.2018

Die Botschaft der rund 350 Demonstranten war klar:

wir wollen Keine Monster-Stromtrassen quer durch das Fichtelgebirge

Weder den Neubau des Ostbayernrings, noch die HGÜ-Trasse, unabhängig ob unter oder über der Erde. Aufgerufen zu der eindrucksvollen Kundgebung hatte ein Aktionsbündnis, bestehend aus der Bürgerinitiative Brand, der BI „Seußen wehrt sich“, dem Bayerischen Bauernverband und dem Bund Naturschutz. Und wie bereits beim Mahnfeuer gegen ein riesiges Industriegebiet am 16. Februar in Bernstein wurde deutlich: Wenn es um die Heimat geht, stehen Bund Naturschutz, Bauernverband und Bürgerinitiativen eng zusammen. 

Riesige Stromtrassen dienen den Energieriesen zur Profitmaximierung

Jörg Marth von der BI Seußen machte deutlich, dass die geplanten Stromautobahnen mit der Energiewende nichts zu tun hätten. „Sie dienen nur den Gewinnen der Stromkonzerne.“ Drastisch formulierte es der Thiersheimer Bürgermeister Bernd Hofmann in seinem Grußwort. Er fühle sich sich von den widersprüchlichen Aussagen des Netzbetreibers TENNET regelrecht ver....“. Martin Härtl, der Sprecher des BBV, wies auf die vielen ungelösten Probleme der Erdverkabelung und die erheblichen Einbußen für die Landwirtschaft hin. Eindringlich warnte BUND-Kreisvorsitzender Fred Terporten-Löhner: „Heimat ist nicht vermehrbar. Sie wächst auch nicht nach.“ Die geplante Stromschaukel sei überflüssig, sie diene nur dazu, den Investoren den Geldbeutel zu füllen. Durch den Bau würde Gottes Schöpfung mit Füßen getreten. Die Zukunft gehöre der dezentralen Energieversorgung, nicht dem profitgierigen Verschieben von Energiepaketen an den Strombörsen. Terporten-Löhner rief zum demokratischen, gewaltfreien Widerstand gegen die Stromautobahnen auf und erinnerte: „Im Herbst sind Landtagswahlen.“